Kleine Ausstellungen, spontane Konzerte, Literatur und bekannte Highlights wie das Jazzfest, die Kunstnacht oder die Filmnächte prägen das kulturell vielfältige und künstlerisch inspirierte Leben unseres Ortes.
Das Erhalten & Wertschätzen von Althergebrachtem sowie das Modernisieren dessen verlangt viel Fingerspitzengefühl, wendet die Austauschbarkeit ab und hebt die Identität unseres Ortes hervor.
Wer Ahrenshoop besucht, läuft unweigerlich durch ein Motiv – denn kaum ein Ort an der Ostsee wurde so oft gemalt wie dieses schmale Fischerdorf zwischen Bodden und Steilküste. Der Kunstpfad Ahrenshoop macht diese Verbindung erlebbar: eine Zeitreise zu den Motiven der berühmten Künstlerkolonie, verteilt auf 10 Stationen entlang der Küste. Jede Station zeigt eine Reproduktion des historischen Gemäldes samt Hintergründen zu Werk und Urheber – ergänzt durch einen kostenlosen Audio-Guide direkt aufs Smartphone. Der Rundweg dauert rund 3,5 Stunden, lässt sich aber auch stationsweise und in beliebiger Reihenfolge erkunden. Einige der Originale hängen im Kunstmuseum Ahrenshoop und lassen sich dort im direkten Vergleich betrachten.
Orientierung für deinen Rundgang
Die Künstlerkolonie Ahrenshoop
Ihren Ursprung hat die Ahrenshooper Künstlerkolonie in einer Bewegung, die in den 1830er-Jahren im französischen Barbizon begann: Maler zog es aus den städtischen Ateliers hinaus in die Natur, um das Licht unmittelbar vor Ort einzufangen. Einer von ihnen war der Landschaftsmaler Paul Müller-Kaempff. Er stieß 1889 bei einer Wanderung von Wustrow aus auf das damals noch kaum bekannte Fischerdorf Ahrenshoop. Die Ruhe und das besondere Licht der Landschaft ließen ihn nicht mehr los – 1892 baute er sich hier ein eigenes Haus und gründete gemeinsam mit anderen Kunstschaffenden eine Kolonie nach dem Vorbild der französischen Freilichtmalerei. Bis heute ist Ahrenshoop ein Ort geblieben, an dem Kunst entsteht: Über die Jahrzehnte fanden hier Vertreterinnen und Vertreter fast aller Strömungen der modernen deutschen Malerei zu ihren Motiven.
Start/Ziel: Start/Ziel: Rundweg
wir empfehlen den Start an Station 0 am Kunstmuseum Ahrenshoop,
alternativ an jeder der 10 Stationen möglich
Dauer: ca. 3,5 Stunden für die komplette Strecke
Stationen: 10, jeweils mit Bildtafel vor Ort
Station 0 – Am Kunstmuseum, Start des Kunstpfads Ahrenshoop
Bitte hier abspielen:
10 Stationen auf dem Kunstpfad Ahrenshoop
1. Hugo Jaeckel – Hohes Ufer (um 1910–1915)
Ein unverstellter Blick über die Düne zum Fischerdorf – gemalt am Übergang zum Expressionismus, direkt am Steilufer.
2. Paul Müller-Kaempff – Blick auf Ahrenshoop (1890)
Der Moment, der den Gründer der Künstlerkolonie endgültig nach Ahrenshoop zog.
3. Hans Emil Oberländer – Dorfstraße Ahrenshoop (1939)
Spielende Kinder im Winterschnee vor dem alten Schulhaus – heute die Galerie Alte Schule.
4. Anna Gerresheim – Küste im Morgenlicht (um 1910)
Ein kühler Morgen am Meer, festgehalten von einer der eigenständigsten Malerinnen der Kolonie.
5. Friedrich Grebe – Am Waldesrand (1896)
Stilles Wasser als Spiegel des Lichts – die reine Landschaft eines sonst als Tiermaler bekannten Künstlers.
6. Paul Müller-Kaempff – Der alte Schifferfriedhof in den Dünen (1893)
Ein großformatiges Werk über Abschied und Vergänglichkeit, fernab der nächsten Kirche.
7. Carl Malchin – Boddenblick mit Mühle (1893)
Akribisch gemalt von einem der ersten Künstler, die überhaupt in Ahrenshoop arbeiteten.
8. Elisabeth von Eicken – Dornenhaus im winterlichen Tauschnee (um 1893/94)
Das Dornenhaus zur Gründungszeit der Kolonie, eingefangen im Licht eines Wintertages.
9. Dora Koch-Stetter – Das rote Haus in Althagen (1911)
Kräftige, expressive Farben – inspiriert von der „Brücke“ und dem „Blauen Reiter“.
10. Elisabeth von Eicken – Stille Stimmung an der Fulge (um 1893)
Dörfliches Leben am Bodden, gemalt im hellen, lockeren Stil der Freilichtmalerei.
Häufig gestellte Fragen
Der Rundweg ist jederzeit frei zugänglich, es entstehen keine Kosten für die Nutzung der Infotafeln oder des Audio-Guides. Lediglich für den Besuch des Kunstmuseums Ahrenshoop, in dem einige der Originale hängen, fällt der reguläre Museumseintritt an.
Für die gesamte Strecke mit allen 10 Stationen sollten etwa 3,5 Stunden eingeplant werden. Der Weg lässt sich aber auch in einzelnen Etappen oder nur mit ausgewählten Stationen erkunden.
Der Großteil der Strecke verläuft auf befestigten Wegen. Einzelne Abschnitte, etwa am Steilufer oder im Bereich des Ahrenshooper Holzes, können naturbelassen und uneben sein.
Ja, der Kunstpfad ist ein Rundweg ohne festgelegte Richtung – die Stationen lassen sich in beliebiger Reihenfolge besuchen. Empfohlener Startpunkt ist Station 0 am Kunstmuseum Ahrenshoop, alternativ kann an jeder der 10 Stationen begonnen werden.
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