Kunstkaten Ahrenshoop

Zu den Öffnungszeiten

Kunstkaten Ahrenshoop – Tradition und Moderne im blauen Reetdachhaus
Erlebe Kunst, wo Geschichte auf Küstenkultur trifft: Als eine der ältesten Galerien Norddeutschlands präsentiert der Kunstkaten ganzjährig faszinierende Ausstellungen über Natur, Mensch und Meer – von den Werken der historischen Künstlerkolonie bis hin zu zeitgenössischer Kunst.

Ein Haus mit Tradition und Charakter

Der 1909 eröffnete Kunstkaten ist das traditionsreichste Ausstellungshaus in Ahrenshoop. Sein Bau setzte damals Maßstäbe: Mit der markanten blauen Fassade und Reetdach sollte ein architektonisches Vorbild für die ortstypische Bauweise im Fischlandstil geschaffen werden – als stilvoller Gegenentwurf zu den ersten Sommerhäusern der Künstlerinnen und Künstler um die Jahrhundertwende.

Heute bietet die Galerie ganzjährig ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Das übergreifende Thema: Natur, Landschaft, Meer und Mensch im Spiegel der Kunst. Hier treffen Meisterwerke aus der über 130-jährigen Geschichte der Künstlerkolonie Ahrenshoop auf spannende zeitgenössische Positionen. Begleitende Vorträge und Lesungen runden das kulturelle Angebot ab.

Öffnungszeiten

  • Dienstag – Sonntag: 10:00 – 13:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr
  • Montag geschlossen

Eintrittspreise (bei Vorlage einer gültigen Gästekarte)

  • Einzelticket: 3,00 €
  • Kinder & Jugendliche (bis 18 Jahre): frei
  • Kombiticket (Kunstkaten & Kunstmuseum Ahrenshoop): 11,00 €

Hinweis zur Kurabgabe Ahrenshoop

Die genannten Eintrittspreise gelten bei Vorlage einer gültigen Gästekarte. Informieren Sie sich hier ausführlich über die Kurabgabe und Ihre Gästekarte in Ahrenshoop:

  • Hauptsaison (01.04. – 31.10.): 2,90 € (ermäßigt 1,45 €)
  • Nebensaison (01.11. – 31.03.): 2,20 € (ermäßigt 1,10 €)

Aktuelle & kommende Ausstellungen

Ausstellung Florian Breuer

am 13.08.2026 | 10:00, 14:00 Uhr | Weitere Termine verfügbar

Florian Breuer (1916 – 1994)
Zwischen Ostsee und Indischem Ozean

Meeresbrandung bei Sonnenuntergang, Öl auf Leinwand, 25 x 28 cm. Katwijks Museum, Sammlung Genootschap Oud Katwijk, Inv.Nr. 6633, Schenkung Dietrich B

Künstlerkolonie Katwijk - German Grobe (1857-1938)

am 25.09.2026 | 10:00, 14:00 Uhr | Weitere Termine verfügbar

Diese Sonderausstellung widmet sich der niederländischen Künstlerkolonie Katwijk und rückt stimmungsvolle, figurenbetonte Malerei in den Fokus. Die ausgestellten Werke dokumentieren authentisch das raue Leben und den entbehrungsreichen Arbeitsalltag der Fischer an der Nordseeküste.

Häufig gestellte Fragen zum Kunstkaten

Vergangene Ausstellungen

Florian Breuer (1916 – 1994) - Zwischen Ostsee und Indischem Ozean
Florian Breuer

Florian Breuer (1916 – 1994) - Zwischen Ostsee und Indischem Ozean

06.08. – 20.09.2026

Seine Werke sind durch ein dynamisches Lebensgefühl und Expressivität geprägt. Breuer verwendete besonders leuchtende Farben und liebte farbige Kontraste. Er überließ sich ungehemmt dem Farbenrausch der Tropen und zeichnete andeutend, weniger ausmalend die raumgebende Kontur. Seine Motive, seien sie landschaftlicher, folkloristischer oder symbolistisch sakraler Natur, bleiben stets mit der Erscheinungswelt verbunden, selbst wenn er die formale Komposition bis zur Grenze der Abstraktion vorantreibt. Florian Breuer meistert die schwer zu bestimmende Zwischenform, die Symbolisches und Sinnfälliges verbindet.

Manfred Pietsch (1936 - 2015) - Küstenlinien
Manfred Pietsch

Manfred Pietsch (1936 - 2015) - Küstenlinien

10.05. – 05.07.2026

Während er im Anschluss als Diplomingenieur in Berliner Institutionen arbeitete, absolvierte Manfred Pietsch parallel ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Harald Metzkes und Dieter Goltzsche wurden zu wichtigen künstlerischen Wegbegleitern. Ab 1977 lebte er als freischaffender Künstler in Berlin. Die Freude am Experimentieren mit Form, Farbe und Material führte ihn zu den verschiedensten Techniken, wobei die Aquarellmalerei, Ölmalerei und die Druckgrafik den Schwerpunkt in seinem Werk bilden. Landschaften, Stadtlandschaften und figuralen Kompositionen sowie mythologische Themen und abstrakte Formen umfassen sein Œuvre.

Ernst Eitner (1867 – 1955)
Ernst Eitner

Ernst Eitner (1867 – 1955)

08.03 – 03.05.2026

Ernst Eitner war einer der bedeutenden Vertreter der Hamburger Malerschule um die Jahrhundertwende und gehört zu den zentralen Figuren der deutschen impressionistischen Bewegung. Geboren 1867 in Hamburg, studierte er an der Akademie in Karlsruhe bei Gustav Schönleber sowie an den Akademien in Düsseldorf und Antwerpen. Ab 1894 unterrichtete er an der von Valeska Röver gegründeten privaten „Kunstschule für Damen“ in Hamburg. Eitner entwickelte früh eine feine, hell-durchflutete Farbpalette und einen locker-bewegten Pinselduktus, der typisch für den Impressionismus war. Seine Motive reichen von Hafen- und Stadtlandschaften über maritime Szenen bis hin zu Interieurs und Porträts.

Frauke Gloyer (*1961) - Wolken, Wetter, Meereslicht
Frauke Gloyer

Frauke Gloyer (*1961) - Wolken, Wetter, Meereslicht

12.10.2025 – 18.01.2026

Frauke Gloyer, in Flensburg geboren, studierte Kunst und Freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seit Mitte der 1980er Jahre lebt und arbeitet sie in Nordfriesland.
Ihre Bilder fangen die vielfältigen Stimmungen und Szenen Norddeutschlands auf beeindruckende Weise ein. Ob es die weiten, offenen Blicke über das Watt sind, die Nahaufnahmen von Details, die düsteren, tief hängenden Wolken, die im Schnee oder im Sonnenschein leuchten – Gloyer schafft es, die Atmosphäre und die Stimmung ihrer Motive lebendig und berührend darzustellen.

Hans Kinder (1900-1986) In Bewegung - Zum 125. Geburtstag
Hans Kinder

Hans Kinder (1900-1986) In Bewegung - Zum 125. Geburtstag

07.08. – 05.10.2025

Fast 30 Jahre lang hatte der Dresdner Hans Kinder im Grenzweg in Ahrenshoop in einem Malerkaten seinen Sommerwohnsitz. Die vielfältige Landschaft zwischen Meer und Bodden bot einiges an Inspiration, die sein Werk bereicherte. Anregend war der Austausch mit einem feinen Künstler-Freundeskreis im Ort. Zahlreiche KünstlerInnen der Folgegenerationen hat er inspiriert.
Die Figur und ihre Bewegung in der Gesamtheit ist ein zentrales Thema im Oeuvre Hans Kinders, sowohl in der Zeichnung, als auch in der Malerei. Inspirierend für ihn war die Begegnung mit Pablo Picasso während seines Aufenthaltes in Paris. Ebenso der Besuch einer Vorstellung des französischen Pantomimen Marcel Marceau im Jahre 1954 – er regte Hans Kinder zur intensiven Beschäftigung von Bewegungsabläufen an, die bis zur Abstraktion in seinem Werk festgehalten sind. Verewigt sind diese Eindrücke u.a. in Hans Kinders umfangreichen „Marceau-Zyklus“.

Walter Moras (1856 – 1925) Zwischen Ostsee und Spreewald Sonderausstellung zum 100. Todestag
Walter Moras

Walter Moras (1856 – 1925) Zwischen Ostsee und Spreewald Sonderausstellung zum 100. Todestag

11.05. – 06.07.2025

Anregt durch seinen Lehrer Hermann Eschke besuchte der junge Maler Walter Moras zwischen 1880 und 1890 mehrfasch das Fischland. Beider Blick auf die Landschaft unterscheidet sich deutlich von dem der Maler, die einige Jahre später in Ahrenshoop die Künstlerkolonie begründeten und das entlegene Fischerdorf mit ihren Gemälden bekannt machten. Der berühmte Kunstschriftsteller Ludwig Pietsch schrieb über ihn: „Was hier so anziehend wirkt, ist neben der technischen Vollendung die tiefe Naturstimmung, das innige Erfassen des Zaubers der deutschen Landschaft, das völlige Versenken in schwierige dabei dankbare Motive.

Franz Kaiser (1888 – 1971) Ein Hamburger Avantgardist
Franz Kaiser

Franz Kaiser (1888 – 1971) Ein Hamburger Avantgardist

09.03. – 04.05.2025

Franz (Friedrich) Kaiser wurde 1888 in Düren geboren. Nach dem Besuch der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule in Berlin arbeitete Kaiser u.a. dort als Architekt. Ab 1920 machte er sich als Maler, Bildhauer, Innenarchitekt und Kunstgewerbler selbständig. Nach einer Zeit als Inflationsheiliger während der 1920er Jahre wurde er in Hamburg sesshaft und widmete sich seinem autodidaktischen Werk, das mehr als 1.500 Arbeiten umfasst. Expressive Skulpturen, Collagen, zahlreichen Zeichnungen und Malerei bilden sein Œuvre.

„Künstlerkolonie Nidden“ | Carl Knauf (1893-1944)
Carl Knauf

„Künstlerkolonie Nidden“ | Carl Knauf (1893-1944)

20.09.2024 – 02.03.2025

Durch euroart, die Vereinigung der europäischen Künstlerkolonien, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiert, ist Ahrenshoop verschiedenen Künstlerkolonien verbunden. In Kooperation mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop widmet sich der Kunstkaten der Künstlerkolonie Nidden und zeigt erstmals eine Personalausstellung des spätimpressionistischen Landschaftsmalers Carl Knauf.

Er studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und lebte ab 1931 bis zu seinem Tod 1944 in Nidden. Landschaft, Wasser und das Spiel von Licht sind für sein Werk charakteristisch, das ohne die menschliche Figur im Bild die einzigartige Natur vollkommen wirken lässt.

Vera Schwelgin (*1943) – „Meine Wege aus Sand II“
Vera Schwelgin

Vera Schwelgin (*1943) – „Meine Wege aus Sand II“

08.08. – 15.09.2024

1969-74 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden (Diplom). Im Anschluss lebte Vera Schwelgin bis 1986 freiberuflich als Malerin/Grafikerin in Hirschburg bei Rostock und ging dann mit ihrem Mann, dem Künstler Wolfgang Reinke, nach Berlin/West, wo sie heute lebt und arbeitet. Die menschliche Figur in Malerei und Holzschnitt spiegelt in ihrem Werk oft eine große Sehnsucht wider. Figuren halten und stützen sich gegenseitig oder stehen auch für sich allein - oft in Verbindung zum Meer.

Horst Jährling (1922 – 2013) - Landschaften
Horst Jährling

Horst Jährling (1922 – 2013) - Landschaften

26.05. – 07.07.2024

Charakteristisch für sein umfangreiches Werk ist seine Verbundenheit zur Architektur, Natur und Landschaft. Feste Bildstrukturen, in kompositorisch strengem Aufbau in horizontalen und vertikalen Linien zeigen eine klare Sachlichkeit in den Motiven. Beachtlich dabei sind immer wieder starke Farbkontraste, leuchtende Farben, insbesondere in Rot- und Grüntönen festgehalten.

Barbara Nowy (*1943) - „Bäume“
Barbara Nowy

Barbara Nowy (*1943) - „Bäume“

12.04. – 20.05.2024

Landschaft, Meer, Licht, Farben und Bewegung, pastos mit dem Spachtel aufgetragen, aber auch in zarten Strukturen dargestellt, spielen im Werk von Barbara Nowy, die in Berlin lebt und arbeitet, eine wichtige Rolle. Sehr verbunden ist sie dem norddeutschen Raum, besonders den Künstlerorten Ahrenshoop und Schwaan. Seit 1999 hat sie die künstlerische Leitung von Malreisen in diese Künstlerkolonien inne. Seestücke, Küstenbilder oder Birkenwälder im Moor zeugen von intensivem Naturerlebnis der in Bremen geborenen Künstlerin.

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