Kleine Ausstellungen, spontane Konzerte, Literatur und bekannte Highlights wie das Jazzfest, die Kunstnacht oder die Filmnächte prägen das kulturell vielfältige und künstlerisch inspirierte Leben unseres Ortes.
Das Erhalten & Wertschätzen von Althergebrachtem sowie das Modernisieren dessen verlangt viel Fingerspitzengefühl, wendet die Austauschbarkeit ab und hebt die Identität unseres Ortes hervor.
Vom 11. bis 14. November 2026 heißt das Ostseebad Ahrenshoop wieder Filmschaffende und Cineast:innen zu den Filmnächten Ahrenshoop willkommen.
Neue deutsche und mutige Spielfilme kannst du dann vor dem offiziellen Kinostart auf der Ahrenshooper Leinwand und in besonderer Kinoatmosphäre erleben.
Die Filmnächte Ahrenshoop sind ein Filmfestival, das jährlich im November stattfindet und deutsche Filmschaffende und ihre Werke in den Mittelpunkt stellt. Viele Filme laufen hier als Vorpremiere, noch bevor sie offiziell im Kino gezeigt werden. Vier Tage lang treffen Wettbewerb, Filmgespräche und Rahmenprogramm im THE GRAND Ahrenshoop auf ein Publikum, das genau aus diesem Grund anreist.
Deutsche Filmemacher im Fokus
Der Wettbewerb und das Programm sind bewusst auf zeitgenössische deutsche Filmschaffende ausgerichtet — Regie, Drehbuch und Schauspiel, oft persönlich vor Ort und im direkten Gespräch mit dem Publikum.
Filme vor dem offiziellen Kinostart
Ein Teil des Programms zeigt Filme als Vorpremiere, bevor sie regulär in den Kinos anlaufen — ein exklusives Erlebnis für das Publikum und eine frühe Bühne für die jeweiligen Produktionen.
Erlebnisort Ostsee
Kino trifft auf Live-Musik, Strand und das Künstlerdorf Ahrenshoop — eine besondere Atmosphäre, die dem Festival seit 20 Ausgaben ein treues, aufmerksames Publikum sichert.
Programmablauf
Vier Tage, ein Festival
Vom Eröffnungsabend bis zur Preisträger-Gala: der komplette Zeitplan der 20. Filmnächte Ahrenshoop.
17.00 Uhr
Eröffnung der 20. Filmnächte — Saal The Grand & Foyer
17.00–18.00 Uhr Empfang mit Fingerfood und Lounge-Musik · 18.00–18.45 Uhr Live-Musik mit Ellangton · 19.00–20.15 Uhr Opening-Show mit Livemusik von Ellangton, Moderation Knut Elstermann, Vorstellung der Jury und der Wettbewerbsfilme · 20.30 Uhr 1. Wettbewerbsfilm — DIE MISERABLE MUTTER von Susanne Heinrich (D 2026, 82 min) · 22.15 Uhr Filmgespräch mit Susanne Heinrich und Filmschaffenden · 22.45–24.00 Uhr Lounge-Ausklang.
Musik: EllangtonEin Ticket für den ganzen Abend
1. Wettbewerbsfilm — DIE MISERABLE MUTTER von Susanne Heinrich (D 2026, 82 min) Für die miserable Mutter (Rosa Landers), die mit ihrem Neugeborenen und dem Kindsvater Peter Pan (Theo Colarusso) zu Hause hockt, wird die Mutterschaft zum Gefängnis. Während ihr Lebensradius sich aufs heimische Sofa, den Stadtpark und ein Mutter-Kind-Café beschränkt, verschwimmen die Grenzen zwischen Innen und Außen, Gesellschaft und Subjekt, Körper und Diskurs. Eine musikalische Komödie über andere Umstände und surreale Verhältnisse.
10.00 Uhr
1. Film im Sonderprogramm — NO WAY HOME
von Jacqueline Jansen (D 2019, 70 min) (Preisträgerin 2025, Stipendiatin Künstlerhaus Lukas) im Anschluss Filmgespräch mit Jacqueline Jansen.
von Jacqueline Jansen (D 2019, 70 min) Dylan Watts ist 55 Jahre alt und lebte über vier Jahre „on the road“ - auf einer Reise, die eigentlich nicht mehr nach Hause führen sollte. Watts hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Menschen zu ihrem Glück zu verhelfen. Er findet heraus, welcher Lebenswunsch in jedem Einzelnen von uns steckt und gibt ihren Herzen eine Stimme. Doch um der Stimme seines eigenen Herzens folgen zu können, musste er einiges auf seinem Weg zurücklassen. Dylan war ein erfolgreicher Landwirt, fuhr schnelle Autos und hatte viel Geld. Das ließ er hinter sich, aber vor allem ließ er seine vier Kinder zurück. Dylan hat aufgegeben, den Anforderungen der Gesellschaft entsprechen zu wollen, vor allem aber entsprechen zu müssen. Jetzt sei er glücklich, so glücklich, wie er noch nie in seinem ganzen Leben war.
12.00 Uhr
Branchentage MV: WEGE INS KINO: VOM KURZFILM ZUM LANGFILM – UND DARÜBER HINAUS"
Panel mit Knut Elstermann, Angelina Maccarone, Jaqueline Jansen und Henning Beckhoff
Eintritt frei
15.00 Uhr
2. Film im Sonderprogramm — FÜNF DINGE, DIE ICH NICHT VERSTEHE
von Henning Beckhoff (D 2018, 71 min) (Förderpreisträger FKF 2026) im Anschluss Filmgespräch mit Henning Beckhoff.
von Henning Beckhoff (D 2018, 71 min) In einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets sucht ein Junge vom Bauernhof seinen Platz in der Welt. Hin- und hergerissen zwischen Stadt und Land, zwischen bester Freundin und älterem Bruder, zwischen Gegenwart und Tradition, sehnt sich Johannes nach Anerkennung und Abenteuern. Der 15-jährige Bauernsohn Johannes schwänzt lieber den Unterricht und streunt in der Stadt herum, als seine Zeit in der Schule zu verbringen. Von seinem Vater und seinem Bruder wird er vernachlässigt, und so sucht er Gesellschaft bei seiner besten Freundin Marike. Als aus ihrer Freundschaft allmählich Liebe wird, weiß Johannes nicht mehr, wohin er gehört. Er geht mit den Männern jagen, begleitet seinen Bruder durch die Nacht und verschließt sich vor Marike, die sich enttäuscht von ihm abwendet. Johannes versucht wegzurennen – aber vor sich selbst weglaufen kann er nicht.
18.00 Uhr
2. Wettbewerbsfilm — EINE SCHULE FÜR JANE CUMMING
von Sophie Heldman (D/CH/GB 2026, 114 min) im Anschluss Filmgespräch mit Filmschaffenden
von Sophie Heldman (D/CH/GB 2026, 114 min) Edinburgh, 1810. Die Lehrerinnen Jane Pirie (Flora Nicholson) und Marianne Woods (Clare Dunne) betreiben gemeinsam ein Internat. Als eine reiche Adlige ihre uneheliche 15-jährige Enkelin Jane Cumming (Mia Tharia) aus Indien dort einschult, versuchen Pirie und Woods, das Mädchen zu integrieren. Doch die Mitschülerinnen meiden sie. Nachdem Jane mit den Lehrerinnen den Sommer am Meer verbracht hat, entsteht eine Vertrautheit. Mit Beginn des neuen Schuljahres fühlen sich die beiden allerdings vom wachsenden Bedürfnis des Mädchens nach Nähe ebenso überfordert wie von ihrer eigenen, sich verändernden Beziehung. Die gekränkte Jane ersinnt eine unerhörte Anschuldigung, welche die Existenz der beiden Lehrerinnen bedroht. Das Historiendrama beruht auf wahren Begebenheiten und greift Themen wie verbotene Liebe, Rassismus und Rufmord auf.
21.00 Uhr
3. Wettbewerbsfilm — ZOEY UND BEN
von Alexander Conrads (D 2026, 94 min) im Anschluss Filmgespräch mit Zoe Lara Löhmann & Sebastian Borucki (Hauptdarsteller) u.a.
von Alexander Conrads (D 2026, 94 min) Der erfolglose Schauspieler Ben (Sebastian Borucki) wird unerwartet zum Vollzeitvater seiner neunjährigen Tochter Zoey (Zoe Lara Löhmann), die er bisher nur jedes zweite Wochenende gesehen hat, als ihre Mutter nach einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert wird. ZOEY & BEN begleitet die beiden über einen Zeitraum von zehn Jahren durch Höhen und Tiefen und zeichnet nach, wie aus dem selbstbezogenen Ben ein emphatischer Familienmensch und aus der verstörten Zoey eine selbstbewusste junge Frau wird. Über 10 Jahre entstand ZOEY & BEN als filmisches Langzeitprojekt, das die Entwicklung einer Vater-Tochter-Beziehung ebenso dokumentiert wie die persönliche und künstlerische Entwicklung seines Filmemachers.
10.00 Uhr
3. Film im Sonderprogramm — HIDDENSEE
von Annekatrin Hendel (D 2026, 119 min) im Anschluss Filmgespräch mit Annekatrin Hendel
von Annekatrin Hendel (D 2026, 119 min) Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart. In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen.
13.00 Uhr
Branchentage MV: TAKE 2 –GESCHICHTEN VOM SCHEITERN
Podcast mit Henning Beckhoff und Annekatrin Hendel
Eintritt frei
15.00 Uhr
4. Wettbewerbsfilm — GROPIUSSTADT SUPERNOVA
von Ben Voit (D 2025, 79 Min) im Anschluss Filmgespräch mit Ben Voit und Filmschaffenden
von Ben Voit (D 2025, 79 Min) Drei junge Menschen an einem Wendepunkt: Luan lebt in der Berliner Plattenbausiedlung Gropiusstadt. Seine Freundin Stella erhält den begehrten Studienplatz in den USA, während sein großer Bruder Tarik über die drohende Abschiebung informiert wird und kurz davorsteht, eine große Dummheit zu begehen. Es ist Silvester - während Luan hektisch versucht, den Lauf der Dinge aufzuhalten, droht alles auseinanderzubrechen. Der visuell beeindruckende Debütfilm erhielt den Preis für den Besten Spielfilm beim renommierten Max Ophüls Preis in Saarbrücken. Die Jury befand: „Mit großer filmischer Intensität entsteht ein Sog, der uns mit existenziellen Entscheidungen konfrontiert. Ein warmer Blick auf vermeintlich bekannte Welten, die sonst oft von oben herab betrachtet werden.
18.00 Uhr
5. Wettbewerbsfilm — ERINNERUNGEN EINES WALDES
von Katharina Rabl (D/A 2026, 91 min) im Anschluss Gespräch mit Katharina Rabl und Filmschaffenden
von Katharina Rabl (D/A 2026, 91 min) Frieda (Julia Windischbauer) steht kurz vor ihrem Traumjob an der Universität in Wien, als der Tod ihrer Großmutter sie zurück in ihr Heimatdorf im ländlichen Niederösterreich führt. Dort trifft sie auf die Erwartungen ihrer Eltern und die Lebensentscheidungen ihrer Mutter Johanna (Johanna Orsini-Rosenberg), mit der sie eine angespannte Beziehung hat. Als Frieda fünfzehn Hektar Wald erbt, scheint ein Verkauf die Lösung für die finanzielle Not der Familie. Doch der Fichtenwald ist vom Borkenkäfer befallen. Zwischen Doktorarbeit und familiärer Verantwortung muss Frieda entscheiden, ob sie das Vermächtnis ihrer Familie bewahrt – oder sich endgültig daraus löst.
21.00 Uhr
6. Wettbewerbsfilm — EUROTRASH
von Frauke Finsterwalder (D/A/CH 2026, 99 min) im Anschluss Gespräch mit Filmschaffenden
von Frauke Finsterwalder (D/A/CH 2026, 99 min) Als der Schriftsteller Philipp (Alexander Fehling) erkennen muss, dass er und seine wohlhabende Familie die schlimmsten Menschen sind, begibt er sich mit seiner todkranken und todbetrunkenen Mutter Helene (Barbara Sukowa) auf einen atemberaubenden Roadtrip durch die Schweiz. Bei dem Versuch, ihr angehäuftes Vermögen zu verschenken, treffen die beiden skurrile Menschen, Magie ist im Spiel, und am Ende finden sie zueinander. EUROTRASH ist eine schwindelerregende Reise in die Psychose, ein Spiegelkabinett persönlicher und universeller Abrechnung und ein Film über die Zärtlichkeit und Bosheit einer sterbenden Mutter und ihres Sohnes. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Christian Kracht.
11.00 Uhr
4. Film im Sonderprogramm — ROTER HIMMEL
von Christian Petzold (D 2023, 103 min) im Anschluss Filmgespräch mit Christian Petzold
von Christian Petzold (D 2023, 103 min) Roter Himmel erzählt von vier jungen Menschen, die versuchen, der Welt eigene Wege und Erfüllung abzutrotzen. Eine kaum merkliche Ahnung von Gefahr liegt unter der Unbeschwertheit dieses Sommers, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es war. Es könnte ein Anfang sein. In den Hauptrollen brillieren Thomas Schubert, Paula Beer in ihrer dritten Zusammenarbeit mit Christian Petzold, Langston Uibel, Enno Trebs und Matthias Brandt. Für die meisterhafte filmische Umsetzung waren u.a. Kameramann Hans Fromm, der Szenenbildner K.D. Gruber und die Editorin Bettina Böhler verantwortlich. Roter Himmel wurde im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären – Großer Preis der Jury ausgezeichnet.
13.30 Uhr
Branchentage MV: MASTERCLASS
mit Christian Petzold, Moderation: Knut Elstermann
Eintritt frei
17.00 Uhr
Preisträger-Gala — Saal The Grand & Foyer
17.00–18.15 Uhr Get Together mit Catering und Loungemusik · 18.15–18.45 Uhr Live-Musik mit Wilhelmine · 19.00–20.15 Uhr Preisverleihung mit Musik von Wilhelmine, Moderation Knut Elstermann · 20.30 Uhr Vorführung Preisträgerfilm (Jury-Preis) · 22.15–24.00 Uhr Lounge-Ausklang.
Musik: WilhelmineEin Ticket für den ganzen Abend
Jury 2026
Drei Blicke auf den Wettbewerb
Die Jury der Filmnächte Ahrenshoop vereint unterschiedliche künstlerische Perspektiven auf den Wettbewerb. Ihre Aufgabe ist es, die eingeladenen Filme aufmerksam zu begleiten, ihre filmische Handschrift zu würdigen und gemeinsam über die Auszeichnungen des Festivals zu entscheiden.
Die Jury steht dabei für einen offenen Blick auf das zeitgenössische Kino – auf starke Geschichten, eigenständige Bildsprachen, herausragende schauspielerische Leistungen und Filme, die im Gespräch bleiben. Mit ihrer Expertise bringt sie unterschiedliche Erfahrungen aus Film, Theater, Regie, Schreiben und Kulturvermittlung zusammen.
Jurymitglied
Katharina Schüttler
Geboren in Köln. Als Tochter eines Theaterintendanten und einer Theaterautorin wurde ihr die Liebe zum Schauspiel in die Wiege gelegt. Bereits im Kindesalter stand sie vor der Kamera und gab mit elf Jahren ihr Filmdebüt im Spielfilm DIE LOK (1992). Nach dem Abitur studierte sie Schauspiel in Hannover und sammelte zunächst Erfahrung auf der Theaterbühne.
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2006 wurde Schüttler für ihre Titelrolle in HEDDA GABLER als bisher jüngste Künstlerin zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt und mit dem Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet.
Im Film und Fernsehen machte Schüttler sich mit vielseitigen Rollen einen Namen. Für die Hauptrolle in SOPHIIIIE! wurde sie 2002 auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Deutscher Film als beste Darstellerin ausgezeichnet.
Ihren Durchbruch beim breiten Publikum hatte sie 2013 mit dem ZDF-Dreiteiler UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER, indem sie die Sängerin Greta Müller verkörperte. International bekannt wurde Schüttler durch die britische Miniserie THE PROMISE (2011), in der sie eine Hauptrolle als Clara Rosenbaum spielte.
In den folgenden Jahren wirkte sie regelmäßig in Kino- und TV-Produktionen mit, darunter OH BOY (2012) und die satirische Wirtschaftskomödie ZEIT DER KANNIBALEN (2014). Anschließend verlagerte sich ihr Schwerpunkt stärker auf Serien, etwa DOGS OF BERLIN (2018), ICH UND DIE ANDEREN (2021) oder die ARD-Produktion 2025 A BETTER PLACE. Bei den Ahrenshooper Filmnächten 2024 war Schüttler mit dem Film KLANDESTIN vertreten.
Schüttler aktuelle Arbeiten 2026 sind die Fernsehfilme UNSCHULDIG 3 von Philipp Leinemann sowie KATHARINA TEMPEL - WAS WIR BESCHÜTZEN von Jens Wischnewski.
Jurymitglied
Angelina Maccarone
Geboren in Pulheim. Angelina Maccarone war zwischen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre als Songtexterin für Udo Lindenberg tätig und prägte dessen Repertoire mit gesellschaftskritischen sowie humorvollen Stücken. Zu ihren Beiträgen gehören Lieder wie "Weißt Du, wie viel Sternlein stehen?", "Ali 2 (Naziland ist abgebrannt)" und "Verbotene Stadt" vom Album "Stark wie Zwei".
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1994 führte sie bei der Verfilmung ihres ersten Drehbuchs KOMMT MAUSI RAUS?! Co-Regie. Es folgten ALLES WIRD GUT, FREMDE HAUT, VERFOLGT und VIVERE.
In ihren Filmen erkundet Maccarone verschiedene Genres und gewann Preise auf internationalen Filmfestivals wie den Goldenen Leoparden in Locarno. Ihr Dokumentarfilm THE LOOK - über und mit der Schauspielerin Charlotte Rampling - feierte 2011 in Cannes Premiere.
Maccarone schrieb und inszenierte mehrere TATORTE und war Co-Autorin mit Hape Kerkeling und Angelo Colagrossi von EIN MANN, EIN FJORD. 2014 startete sie gemeinsam mit Carolin Emcke eine Internet- und Kino-Kampagne gegen Homophobie.
Ihr Film KLANDESTIN, der 2024 auch im Wettbewerb der Ahrenshooper Filmnächte zu sehen war, wurde u.a. mit der Lola für Bestes Drehbuch sowie dem Filmkunstpreis Ludwigshafen 2024 ausgezeichnet. Im selben Jahr gewann sie mit BACK TO SCHARBEUTZ das Lübecker Drehbuchstipendium.
Von 2014 bis 2025 war Maccarone Professorin für Regie an der Filmuniversität Babelsberg und reflektiert diese Zeit auch in ihrem 2026 erschienen Romandebüt „Wer nicht kotzen muss, wird Astronaut*in.
Jurymitglied
Florian Lukas
Florian Lukas wurde 1973 in Ost-Berlin geboren und wuchs im Prenzlauer Berg auf. Mit 17 Jahren begann er, Theater zu spielen, zunächst in freien Gruppen, später auch als Gast am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater Berlin. Sein Filmdebüt hatte er 1990 im DEFA-Film BANALE TAGE. 1999 wurde er für seine Rolle in ABSOLUTE GIGANTEN mit dem Bayerischen Filmpreis als bester
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Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. 2003 wurde er durch die Tragikomödie GOOD BYE LENIN! einem größeren Publikum bekannt.
Aus dem Fernsehen kennt man Lukas unter anderem durch die Serien WEISSENSEE und DIE WESPE, im Kino war er unter anderem im Bergsteigerdrama NORDWAND (2008) und in Feo Aladags Drama DIE FREMDE (2010) erfolgreich.
Zuletzt stand Lukas für den Fernsehfilm ROSENTHAL (2025) sowie für den Kinofilm DAS GEWISSE ETWAS (2026) vor der Kamera und war in mehreren Folgen der Kinderfilmreihe DIE DREI ??? zu sehen. Auf der Bühne stand er 2026 in der Hamburger Theaterproduktion „Mama Odessa“.
Insgesamt hat Lukas in über 150 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Bambi, dem Deutschen Schauspielerpreis, dem Deutschen Fernsehpreis und, im Mai 2026, mit dem Emder Schauspielpreis.
Neben seiner Arbeit vor der Kamera ist Lucas seit vielen Jahren auch als Sprecher für Hörbücher, Lesungen und Rundfunkproduktionen tätig.
Ausblick 2027
Die nächste Jury wird bald bekanntgegeben.
Auch für die kommenden Filmnächte suchen wir drei Persönlichkeiten, die den Wettbewerb aus verschiedenen Perspektiven begleiten. Wenn Sie selbst aus Film, Theater, Regie, Schreiben oder Kulturvermittlung kommen und Interesse an einer Jurymitwirkung haben – oder jemanden vorschlagen möchten –, freuen wir uns über eine Nachricht.
Ein Blick ins Archiv der vergangenen Ausgaben zeigt, welche Filmschaffenden bereits in Ahrenshoop zu Gast waren und wie sich der Charakter der Jury über die Jahre entwickelt hat.
Knut Elstermann führt durch Eröffnung, Preisverleihung und Sonderprogramm, Dietmar Kraus begleitet die Wettbewerbsfilme mit vertiefenden Filmgesprächen.
1960 in Berlin geboren. Von 1982 bis 1986 studierte Knut Elstermann Journalistik in Leipzig. Anschließend arbeitete er bis 1989 in der Nachrichtenredaktion des Neuen Deutschland und für die DDR-Zeitschrift Filmspiegel.
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Seit 1992 ist Elstermann freier Filmjournalist, vor allem für Radio Berlin-Brandenburg und radioeins. 2015 erhielt er den First-Steps-Ehrenpreis, insbesondere für die Förderung des Filmnachwuchses innerhalb seiner wöchentlichen, zweistündigen Filmsendung „Zwölf Uhr mittags“ auf radioeins des rbb.
Als Autor und Regisseur befasst er sich neben der Geschichte des Kinos in Russland, Israel und der DDR mit zeitgeschichtlichen Themen.
Filmgespräche — Wettbewerb
Dietmar Kraus
Filmeditor, Kurator und Dozent. Geboren in Bayern und aufgewachsen in Südafrika. Von 1995 bis 2003 studierte Dietmar Kraus Montage an der Hochschule für Film und Fernsehen KONRAD WOLF in Potsdam-Babelsberg.
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Seitdem arbeitet er freiberuflich als Editor von Spielfilmen, Dokumentarfilmen, Musikproduktionen und Animationsfilmen. Daneben ist er Dozent für Montage an Bildungseinrichtungen im In- und Ausland, unter anderem in Myanmar und Ruanda.
Von Oktober 2007 bis Februar 2009 hatte Kraus die Professur „Künstlerische Montage / Digitale Montagepraxis“ an der Filmuniversität Babelsberg inne. Seit 2017 ist er außerdem Kurator und Gesellschafter des 2001 gegründeten Festivals EDIMOTION in Köln (ehemals FILMPLUS), einem viertägigen Forum für Filmschnitt und Montagekunst.
Rahmenprogramm
Musik zu Eröffnung & Gala
Live-Musik begleitet die Eröffnung und die Preisträger-Gala der Filmnächte Ahrenshoop.
Eröffnung · Band
Ellangton
Ellangton ist das Projekt der Künstlerin Ella Burkhardt, einer schwedisch-deutschen Multiinstrumentalistin, die warmes, nostalgisches Songwriting mit lebendigen Jazz-Elementen verbindet — beeinflusst von Joni Mitchell und Elliott Smith.
2023 wurde sie beim „Jazz Baltica Festival" als Vokalistin ausgezeichnet, woraus eine Zusammenarbeit mit dem Posaunisten Nils Landgren und ein Live-Vinyl bei den Bauer-Studios Ludwigsburg entstand. 2025 erschien ihre erste eigenproduzierte Single „Beatrice". Bei der Eröffnung präsentiert sie eigene Bandarrangements bekannter Filmmusik.
„Freut Euch zum Beispiel auf Tarantino und meine Lieblingssongs seiner Werke." — Ella Burkhardt
Preisverleihung · Solo
Wilhelmine
Wilhelmine zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen im deutschsprachigen Pop. Aufgewachsen in einem besetzten Haus in Berlin-Kreuzberg, verbindet ihre Musik organische Popsounds mit emotionaler Tiefe — Themen wie Heilung, weibliche Wut, Empowerment und Solidarität stehen im Zentrum.
Nach dem Top-10-Debütalbum „Wind" und dem Nachfolger „Meere" tourte sie als Support von Coldplay und Maggie Rogers und spielte ausverkaufte Headline-Shows. 2025 veröffentlichte sie mit „Nächsten Sommer" ein Comeback-Stück, das sie ihrer verstorbenen Mutter widmete. Bei der Preisträger-Gala sorgt sie mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz für den musikalischen Höhepunkt.
Für Verleiher & Filmproduktionen
Ihren Film als Vorpremiere in Ahrenshoop zeigen?
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Die Filmnächte Ahrenshoop bieten deutschen Produktionen eine frühe Bühne vor einem film-affinen Publikum und begleitender Presse — abseits des Kinoalltags, an der Ostsee. Wir sprechen Verleiher und Produktionen aktiv an; wenn Sie einen Film für eine Vorpremiere oder das Wettbewerbsprogramm vorschlagen möchten, freuen wir uns über Ihre Anfrage.
Seit 2013 führt Volker Kufahl die Geschäfte der Filmland MV gGmbH in Schwerin und leitet das traditionsreiche FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2020 leitete er die Filmcommission, 2019 rief er den Kinokulturpreis des Bundeslandes ins Leben. Seit 2014 kuratiert er das Filmprogramm der Filmnächte Ahrenshoop. Zahlreiche Jurytätigkeiten im In- und Ausland.
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Geboren 1969 in Lüneburg. Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Leipzig mit Schwerpunkt Kultur- und Kommunalpolitik.
Von 1992 bis 1998 besuchte Volker Kufahl die „Schule des Sehens“ im Kommunalen Kino „Zebra“ in Konstanz und lernte dort ehren- und hauptamtlich das Kinogeschäft. Es folgte eine Weiterbildung zum Filmtheaterkaufmann. Von 2000 bis 2001 leitete er das Cineplex Singen.
Von 2001 bis 2013 war er Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Internationalen filmfests Braunschweig. Seit 2008 ist er Mitbegründer, Gesellschafter und Geschäftsführer des Universum Filmtheaters in Braunschweig sowie Mitglied der AG Kino und bei Europa Cinemas.
Für Cineasten
Das ganze Festival in einem Ticket
Wer alle vier Tage dabei sein möchte, sichert sich mit dem Festivalticket das komplette Programm der 20. Filmnächte Ahrenshoop — von der Eröffnung bis zur Preisträger-Gala, statt einzelner Vorstellungen.
Festivalticket · Alle 4 Festivaltage
Ein Ticket für das gesamte Programm
Alle Wettbewerbsfilme, Filmgespräche, das Rahmenprogramm und die Preisträger-Gala der Filmnächte Ahrenshoop in einem Ticket — bequem und günstiger als der Einzelkauf pro Vorstellung.
Ticketvorverkauf ab 01.10.2026 Das Festivalticket gibt es ausschließlich vor Ort an der Tourist-Information Ostseebad Ahrenshoop — nicht online und nicht an der Abendkasse.
Einzeltickets online buchen
Alle online verfügbaren Filmvorführungen der Filmnächte Ahrenshoop auf einen Blick: Wählen Sie Ihren Wunschtermin und buchen Sie Ihr Ticket direkt über Reservix.
Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. 2,00 € Servicegebühr und ggf. Versandkosten pro Bestellung.
Programmheft
Das Programmheft der Filmnächte Ahrenshoop steht ab dem 15.10.2026 unter
„Prospekte“ zum Download bereit.
Das gedruckte Programmheft bekommst du dann außerdem in der Tourist-Information Ostseebad Ahrenshoop.
Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. 2,00 € Servicegebühr und ggf. Versandkosten pro Bestellung.
Tickets ab 01.10., 10 Uhr
Preis: —
Der Online-Vorverkauf über Reservix startet am 01.10. um 10 Uhr. Bis dahin lohnt es sich, das Programm in Ruhe anzuschauen und einen Blick auf die Filmauswahl zu werfen.
Partner & Förderer
Getragen von starken Partnern
Die Filmnächte Ahrenshoop ist eine Veranstaltung der Kurverwaltung Ahrenshoop unter künstlerischer Leitung der FilmlandMV gGmbH sowie des Künstlerhaus Lukas.
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Filmnächte Ahrenshoop 2027
Der nächste Termin: 10.–13. November 2027 in Ahrenshoop.