Literarischer Abend mit Kristine von Soden

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Literarischer Abend mit Kristine von Soden

„Das Meer ist ja, hols der Deibel, immer schön!“
Ein literarischer Abend zu George Grosz, Else Lasker-Schüler
und anderen damaligen Ostsee-Begeisterten

Er kannte die Ostseeküste von der „Pommerschen Riviera“ bis auf den Darß wie seine Westentasche. Fühlte sich im Element, wenn er am Strand im Kreise seiner Familie Borkenboote schnitzte, Masten und Segel aus angeschwemmten Hölzern bastelte und Anker aus Hühnergöttern fabrizierte: George Grosz, der Maler, Grafiker und politische Provokateur im Berlin der Weimarer Republik. Am Ahrenshooper Strand machte sich der Gastwirtssohn 1930 einen Spaß daraus, das Badepublikum mit seiner „Dada-Sandburg“, beflaggt mit Roter Fahne, zu schockieren. Nachzulesen in seinen unverwechselbaren Briefen, die er gern „mit tausend Meeresgrüßen“ unterschrieb und von denen Kristine von Soden eine bunte Auswahl präsentiert. Zudem erzählt sie, wie sehr die Natur der Ostseelandschaft den wegen seiner antimilitaristischen Haltung von der Justiz mehrfach verurteilten Künstler seelisch half, sich immer wieder aufzurichten, was er selbst in seinem typischen Stil auf die Formel brachte: „Das Meer ist ja, hols der Deibel, immer schön!“
Zum Literarischen Abend:

Kristine von Soden ist gebürtige Hamburgerin und wohnt in ihrer Wahlheimat Schwerin. Als Feature-Autorin des NDR und DLF sowie als Dozentin an der Hamburger Universität beschäftigte sich die promovierte Geisteswissenschaftlerin (Psychologie/Soziologie) viele Jahre mit jüdischen Biographien aus Literatur, Kunst und Wissenschaft in der Weimarer Republik. Prominente Namen unter ihnen verbrachten damals ihre Sommerfrischen an der Ostsee, eines der Sehnsuchtsziele war Ahrenshoop.

Nach der Wende entdeckte Kristine von Soden, seit ihrer Kindheit mit der Ostsee der Lübecker Bucht eng vertraut, die einstige Künstlerkolonie Ahrenshoop auch für sich. Inspiriert besonders durch die Fotoalben ihres Vaters, der als junger Mann Anfang der 1930er Jahre mit seiner Leica von Wismar bis Rügen unterwegs war und zeitlebens von den Reisen geschwärmt hat, verliebte sie sich in Fischland und Darß – Ahrenshoop wurde ihr „Ankerplatz“.

Vor diesem Hintergrund entstanden ihre Bücher, mittlerweile Klassiker, wie z.B.: „Stille Winkel auf Fischland, Darß und Zingst“, „Ahrenshoop. Balancieren auf der Meerschaumlinie“, „Ahrenshoop höchstpersönlich“ oder auch „‘Wie schön! – Wie schön!‘ Fischland, Darß, Zingst literarisch“.

Seit etlichen Jahren bietet die Autorin im Ostseebad Ahrenshoop auch ihre beliebten Literarischen Spaziergänge und Schreibworkshops an – voller Ideen, gefischt aus dem Erleben von Strand und Meer, was die Sinne salzt und fern digitaler Zerstreuungen immer wieder kleine und große Glücksmomente verspricht.

 

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